Futtermittelzusatzstoffe sind eine Klasse spezialisierter Stoffe, die während der Fütterung, der Futtermittelverarbeitung und -lagerung zugesetzt werden. Obwohl die verwendeten Mengen äußerst gering sind – manchmal nur wenige Teile pro Million des Futters oder sogar noch weniger – ist ihre Wirkung dennoch erheblich. Sie erfüllen mehrere Funktionen, darunter die Ergänzung oder Ausgleichung von Nährstoffen in der Ernährung, die Krankheitsprävention, die Förderung des Wachstums von Schafen, der Schutz der Futterqualität sowie die Steigerung der Ausbeute an Schafprodukten. Die wissenschaftlich fundierte Anwendung von Futtermittelzusatzstoffen erhöht effektiv die Produktion von Schafprodukten, verbessert die Futterausnutzungseffizienz, spart Futtermittelressourcen ein und senkt die Produktionskosten, wodurch sowohl die Produktionssteigerung als auch die Einkommenssteigerung erreicht werden. Die Investition in Futtermittelzusatzstoffe erfordert nur einen geringen Kapitaleinsatz, bringt jedoch erhebliche Erträge.
Futtermittelzusatzstoffe für Schafe können grob in die folgenden beiden Hauptgruppen unterteilt werden:
(1) **Ernährungsbezogene Zusatzstoffe:** Dazu zählen vorwiegend nicht-proteinogene Stickstoffzusatzstoffe, Aminosäure-Zusatzstoffe, Spurenelemente und Vitaminzusatzstoffe. Ihre Hauptfunktion besteht darin, essentielle Nährstoffe zu ergänzen oder auszugleichen sowie die normalen physiologischen Funktionen zu unterstützen.
(2) **Nicht-ernährungsbezogene Zusatzstoffe:** Diese Zusatzstoffe besitzen an sich keinen ernährungswert; sie dienen jedoch der Förderung der körperlichen Gesundheit, der Stimulation des Stoffwechsels und des Wachstums, der Beteiligung an der Regulation von Verdauung und Nervensystem, der Verbesserung der Futter- und Tierproduktqualität oder der Steigerung der Erträge. Konkret unterteilen sie sich in folgende Kategorien:
① **Gesundheitsfördernde und wachstumssteigernde Zusatzstoffe:** Dazu zählen vorwiegend antibakterielle Wachstumsförderer, Anthelminthika (Entwurmungsmittel), traditionelle chinesische Kräuterzusatzstoffe, Enzympräparate und mikrobielle Präparate.
② **Physiologische Regulationszusatzstoffe:** Dazu gehören Pansenstoffwechselregulatoren, Puffermittel und organische Säurezusatzstoffe.
③ **Futterqualitätsverbessernde Zusatzstoffe:** Diese bestehen hauptsächlich aus Antioxidantien, antimykotischen und konservierenden Mitteln, Silierhilfsmitteln, Rohfaserbehandlungsmitteln sowie Geschmacksverstärkern. Sie dienen dem Schutz und der Verbesserung der Futterqualität, der Appetitanregung sowie der Steigerung der Verdaulichkeit und Verwertung des Futters.
(3) **Anti-Stress-Zusatzstoffe:** Dazu zählen Mineralstoffe, Fette, Vitamine und Sedativa. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Widerstandsfähigkeit der Tiere gegenüber Stressreaktionen zu stärken und ihre Anpassungsfähigkeit an Umweltveränderungen zu verbessern.
