Phosphor spielt eine entscheidende Rolle beim Wachstum von Tieren. Ein Phosphormangel in der Tierfutterzusammensetzung kann bei Jungtieren zu Rachitis und Pica, bei ausgewachsenen Tieren zu Osteomalazie, bei Geflügel zu einer verminderten Eierschalenqualität, bei weiblichen Nutztieren zu gestörtem Östruszyklus und Unfruchtbarkeit sowie bei Milchtieren zu einem verminderten Milchertrag führen. Studien haben gezeigt, dass Phosphor eine positive Rolle bei Wachstum und Entwicklung von Tieren spielt, darunter Knochen- und Zahnentwicklung, Stoffwechsel von Nährstoffen, Energieübertragung und -speicherung sowie Zusammensetzung von Nukleinsäuren. Eine unsachgemäße Phosphoranwendung kann jedoch ebenfalls schädlich sein, beispielsweise durch Störungen des Kalzium-Phosphor-Stoffwechsels, Algenblüten und Rote Gezeiten.

Derzeit sind die wichtigsten Phosphate, die in Futtermitteln im Inland verwendet werden, Dicalciumphosphat (DCP) und Calciumdihydrogenphosphat (MCP). DCP ist leicht wasserlöslich, und die Phosphorausnutzungsrate bei Nutztieren und Geflügel ist gering (< 60 %). MCP hingegen weist eine hohe Wasserlöslichkeit (20 %) auf, doch liegt sein Preis in der Regel bei dem 1,5- bis 2-fachen des Preises von DCP. Dicalciumphosphat (MDCP) ist eine eutektische Mischung aus MCP und DCP mit einem Gesamtphosphorgehalt von 21 %. Es wird in Europa und Amerika breit angewendet, befindet sich in meinem Land jedoch noch in der Verbreitungsphase.
Betrachtet man den derzeitigen Stand der Anwendung von Phosphaten in Futtermitteln in Europa, Amerika und China, so bietet Dicalciumphosphat (MDCP, 21 % P) aufgrund seines hohen Gesamtphosphor- und wasserlöslichen Phosphorgehalts deutliche Vorteile hinsichtlich der Phosphorausnutzung, der Schonung von Phosphorressourcen, des Umweltschutzes sowie der wirtschaftlichen Effizienz. Es entwickelt sich schrittweise zur bevorzugten Wahl für Phosphate in Futtermitteln.