i. Die Gefahren von schimmeligem Futtermittel
Schimmeliges Futtermittel kann die darin enthaltenen Nährstoffe zerstören und so zu einem Rückgang seines Nährwertes führen. Darüber hinaus bildet es zahlreiche Mykotoxine, was bei Broilern zu einer verminderten Schmackhaftigkeit, geringerer Futteraufnahme und schlechterer Verdaulichkeit führt sowie zu reduzierten Wachstumsraten und einer niedrigeren Futterumwandlungseffizienz; im schweren Fall kann es sogar zu einer Vergiftung kommen. Bestimmte Mykotoxine – wie Aflatoxin – weisen zudem spezifische toxische Eigenschaften auf, darunter krebserregende, mutagene und teratogene Wirkungen.

iI. Kontrolle von schimmeligem Futtermittel
(1) Stark schimmeliges Futtermittel muss entsorgt und keinesfalls verwendet werden.
(2) Futtermittel, das nur leicht schimmelig oder verderblich ist, sollte folgenden Behandlungen unterzogen werden:
A. **Physikalische Behandlungsmethoden:** Schimmelige Partikel können manuell, mechanisch oder elektronisch sortiert und entfernt werden. Durch Walzen oder Mahlen des Futters zur Entfernung der Kleie und der Schalen kann der Toxingehalt ebenfalls deutlich gesenkt werden. Zudem kann die Mischung schimmeligen Futters mit nicht schimmeligem Futter die Gesamtkonzentration von Mykotoxinen in der gesamten Futtermischung verdünnen. Gemäß den Futtermittelhygienestandards meines Landes beträgt der zulässige Grenzwert für Aflatoxin B1 in Mischfutter für Küken ≤ 0,01 mg/kg.
B. **Chemische Behandlungsmethoden:** Diese Methoden eignen sich für schimmelig gewordene Getreidekörner und Samen (z. B. Mais, Weizen). Eine Möglichkeit besteht darin, das Futtermittel 3 bis 5 Stunden lang in einer 5-prozentigen Kalklösung einzuweichen und anschließend gründlich mit sauberem Wasser abzuspülen; diese Methode kann eine Entgiftungsrate von über 90 % erreichen. Alternativ lässt sich schimmeliges Futtermittel durch Bestrahlung mit ultraviolettem (UV) Licht einer Hochdruckquecksilberlampe – oder einfach durch Sonnentrocknung – wirksam von Schimmelpilzen befreien. Weitere chemische Behandlungen umfassen den Einsatz von Stoffen wie Ammoniak, Natriumhydroxid oder Natriumbikarbonat zur Behandlung des schimmelig gewordenen Futters. Darüber hinaus können Oxidationsmittel – wie Wasserstoffperoxid, Natriumhypochlorit oder Chlorgas – angewendet werden, um die Aktivität der Schimmelpilze zu verringern oder zu neutralisieren.
C. **Mikrobielle Fermentationsbehandlung:** Durch die Fermentationsbehandlung schimmelig gewordener Futtermittel können Mykotoxine entweder zerstört oder in Substanzen mit geringerer Toxizität umgewandelt werden. Im Vergleich zu chemischen Verfahren führt dieser Ansatz zu einem nur geringen Verlust der ernährungsphysiologisch wertvollen Bestandteile des Futters; allerdings ist er bislang noch nicht weitgehend in der kommerziellen Produktion etabliert.
D. **Mineralische Behandlungsmethoden:** Da Aktivkohle, Bentonit, Fluorit und ähnliche Stoffe über starke Adsorptionsfähigkeiten verfügen – zudem chemisch stabil sind, im Allgemeinen wasserunlöslich und vom Tier nicht leicht resorbiert werden – ermöglicht ihre Zugabe zum Tierfutter die Adsorption der darin enthaltenen Mykotoxine und mindert dadurch die schädlichen Auswirkungen dieser Toxine auf die Tiere.